PANDION Marktreport: Wohnhochhaus erlebt Imagewandel

 

Im Auftrag der PANDION AG hat das Analysehaus bulwiengesa die neuen Wohnhochhäuser mit Entstehungshorizont 2010 bis 2018 deutschlandweit untersucht. Andreas Schulten, bulwiengesa-Vorstand, erläutert: „Das Wohnhochhaus erlebt in Deutschland derzeit eine Renaissance und einen Imagewandel. Wir werden in den kommenden Jahren einige stadtbildprägende Neubauten sehen. Diesen Teilmarkt haben wir nun erstmals analysiert.“

 

 

Insgesamt entstehen in diesem Zeitraum in Deutschland 9.770 Wohnungen in 79 Wohnhochhäusern, davon über 60 Prozent als Eigentumswohnungen. Im Durchschnitt hat ein Wohnturm 124 Wohneinheiten. Mit 93 Prozent der Wohnungen – das sind 9.084 Einheiten mit einer Gesamtfläche von 808.121 Quadratmeter – verbuchen die sieben A-Städte den Löwenanteil für sich. In den 13 untersuchten B-Städten entstehen insgesamt nur 690 Hochhaus-Wohnungen mit 56.150 Quadratmeter Wohnfläche. Die meisten Wohntürme (75 Prozent, 7.280 Einheiten) werden in den Jahren 2016 bis 2018 fertiggestellt. 

 

Frankfurt hat den höchsten Wohnturm, Hamburg den teuersten

 

Mit Abstand die meisten Wohntürme wachsen in Berlin in den Himmel: Bis 2018 entstehen in der Hauptstadt in 19 Neubauprojekten 2.700 Hochhauswohnungen – darunter mit dem 150-Meter-Turm „Alexander A. Tower“ das zweithöchste Wohnhochhaus Deutschlands. Auf Platz zwei folgt Frankfurt am Main mit 2.420 neuen Hochhauswohnungen bis 2018 und dem höchsten Wohnturm Deutschlands: Der „Tower 2“ wird 160 Meter in die Höhe ragen. Auf Frankfurt und Berlin zusammengenommen entfallen 55,9 Prozent des Flächenvolumens der neuen Wohnhochhäuser. Die teuersten Hochhauswohnungen leistet sich Hamburg – wer in der 110 Meter hohen Elbphilharmonie wohnen möchte, zahlt im Schnitt 25.000 Euro pro Quadratmeter. Größte Projektentwickler von Wohnhochhäusern sind das Unternehmen „gsp Gesellschaft für Städtebau und Projektentwicklung Berlin mbH“ mit 45.000 Quadratmetern sowie die Kölner PANDION AG mit 44.000 Quadratmetern. „Unsere Wohnhochhäuser stehen in München, Köln und Düsseldorf, hier baut man um die 60 bis 67 Meter hoch. Die Wohnungen mit teilweise spektakulärem Blick auf Stadt oder Rhein – zum Beispiel im Kranhaus am Kölner Rheinufer – sprechen Gutverdiener an. Das Wohnhochhaus erfährt insgesamt einen sehr positiven Imagewandel“, so PANDION Vorstand Reinhold Knodel.

 

Deutschland hat im internationalen Vergleich Nachholbedarf

 

In Deutschland leben derzeit rund 75 Prozent der Einwohner in Städten, Tendenz steigend. Insbesondere in den Großstädten sind Grundstücke knapp und teuer, woraus sich das Erfordernis des Bauens in die Höhe ergibt. Anders als in den 1970er Jahren werden heute in signifikanter Zahl Wohnhochhäuser in ansprechenden Lagen gebaut. Damit folgt Deutschland dem international seit Jahrzehnten zu beobachtenden Trend: In New York, Dubai, London oder Moskau gibt es zahlreiche Luxuswohnhochhäuser. Von Hochhaus-Skylines wie in diesen Metropolen ist Deutschland allerdings weit entfernt. Der Wolkenkratzer ab einer Höhe von 150 Metern ist hierzulande die Ausnahme. Zum Vergleich: Der „Oko Tower“ in Moskau soll 350 Meter in die Höhe ragen.

 

Methodik der Studie

 

Als Hochhaus im Sinne der Studie sind Gebäude definiert, bei denen der Fußboden des obersten Wohngeschosses über einer Höhe von 23 Metern liegt und die über einen zweiten baulichen Fluchtweg verfügen. Diese Definition ergibt sich aus den Landesbauordnungen. Die Analyse umfasst entsprechende Projekte im Entstehungshorizont 2010 bis 2018 an den sieben deutschen A-Standorten sowie 13 B-Standorten. 

 

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